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Die Region um Leun war schon lange in der Altsteinzeit
besiedelt (siehe Regionalgeschichte und Evolution). So
bestand bis kurz vor Chr. in dieser Region eine keltische Besiedlung. In
der Nähe liegt der Dünsberg, ein keltisches Oppodium, d.h. eine
keltische Großstadt. Dort hat wahrscheinlich kurz vor der Zeitenwende
eine Schlacht zwischen Römern und Kelten stattgefunden. Dies hat die
Besiedlung durch die fränkischen Chatten begünstigt. Der Limes
verlief südlich von Leun. Die Römer hatten in Dorlar ein bedeutendes
Militärlager mit 2000 Soldaten und in Waldgirmes eine zivile Siedlung
errichtet. Interessant wäre es auch, zu wissen ob in Dorlar oder der
Region römische Zivilisten oder römische Kriegsgefangene zurückgeblieben
sind und einen kulturellen Einfluss ausgeübt haben. Nach der
Schlacht im Teuteburger Wald 9 Jahre nach Chr. verließen die Römer
die Region um Leun/Wetzlar, also nach kurzer Zeit. Ob sie sich friedlich
bis in die Wetterau zurückzogen oder ob das Militärlager von
den Chatten gestürmt wurde, ist noch nicht bekannt. Hier müsste in Italien nach Militärberichten aus dieser Zeit geforscht werden.
Die kulturellen Einflüsse der Römer stammen wahrscheinlich aus
der späteren Zeit und wurden über die Klöster vermittelt.
Leun liegt in Mittelhessen an der Lahn, kurz nach ihrer Richtungsänderung
nach Westen, etwa 11 km westlich von Wetzlar, gleichweit zwischen Limburg
und Gießen, etwa 70 km nördlich von Frankfurt. Dei meisten germanischen
Siedlungen wurden als Einzelhöfe verstreut um Chr. Geburt gegründet
oder es wurden keltische Siedlungen weiter bewohnt. Manche Bauernhöfe
wuchsen später zu Dörfern heran, viel wurden dann durch Krieg
oder Pest zu Wüstungen (verwüsteten Siedlungen die zerfielen).
So lebte in "Bübelingshusen" bei Wetzlar die Sippe der Büblinge.
Siedlungen in der Region um Leun/Wetzlar gehörten zum fränkischen
-, ostfränkischen Reich, dem Heiligen Römischen Reich Deutscher
Nation, dem Norddeutschen Bund, dem Deutschen Reich von 1871, der Weimarer Republik, dem nationalsozialistischen Reich und der Bundesrepublik Deutschland
an.
Zwischen 1050 u. 1250 n. Chr. forderte die Pest viele Opfer. Im 30 jährigen Krieg drangen 1630 4000 Mann hessische Soldaten unter Landgraf Ludwig V. in die Region Leun/Wetzlar ein, um die Anerkennung seiner Herrschaft durch die Reichsstadt Wetzlar zu erzwingen. Leun gehörte dagegen zum Fürstentum Hessen - Nassau. 1631 besetzten erst Spanier die Region, dann zogen sie sich zurück, um einem schwedischen Heer Platz zu machen. 1635-1636 forderte die Pest begünstigt durch den Krieg und Hungersnot weitere Opfer. 1673 drang ein französisches Heer unter Marschall Turenne bis in unsere Region vor und nahmen in der Region Leun/Wetzlar "Quartier". Bei der Lahnbrücke in Leun kam es
zu einem Gefecht, bei dem auch mehrere Bürger der Stadt Leun den Tod fanden.
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